Eine Engländerin in Wien:
Das Kriegstagebuch von Miss Alice Frith
August 1944 bis April 1945
Wie übersteht man die tägliche Konfrontation mit Tod, Zerstörung, Gewalt, Leid und Entbehrung?
Der wegen seiner englisch-österreichischen Doppelperspektive einzigartige Augenzeugenbericht der Kriegsereignisse lässt die erstaunliche Resilienz der Verfasserin Alice Frith erahnen.
Ihre traumatischen Erlebnisse bewältigt sie u.a. mit englischem Humor, der Distanz zu den Schrecken schafft und sie auch in schlimmsten Situationen nicht verlässt.
Selbstlose Sorge um das Wohlergehen ihrer Lieben überwiegt bei Weitem die Furcht um ihr eigenes Leben. Ihre umfassende Empathie, engen soziale Kontakte und der Fokus auf Lebenswichtiges und Positives bewahren sie zwar nicht vor Grauen und Gewalt, doch tragen sie zu ihrem Überleben bei.
(M. Draudt)
Montag, 23. März 2026
Einlass 18h und Start 18:30
Hanuschgasse 3/4/1/1046, zweiter Hof, 1010 Wien
Wir freuen uns auf einen informativen und diskursiven Abend mit
Dr. Manfred Draudt und Dr. Andreas Weigl.

a.o. Univ.Prof. i.R. Dr. Manfred Draudt hat von 1972 bis 2006 am Institut für Anglistik der Universität Wien gelehrt. Als anerkannter Shakespeare-Forscher verfasste er über 60 Aufsätze in vorwiegend internationalen Fachbüchern und -zeitschriften.
Abgesehen von vier Büchern publizierte er Artikel zu Textforschung, Biographie, Theatergeschichte, zur populären Literatur des 19. Jh.s, dem englischen Drama des 20. Jh.s und zu Komparatistik.
Er hielt zahlreiche Gastvorträge in vielen Ländern Europas sowie in Südafrika, Ägypten, Indien, Japan und den U.S.A., war aber auch populärwissenschaftlich aktiv mit zahllosen Vorträgen u. a. für das VHS-Programm „University Meets Public“ und Programmheftbeiträgen.

Univ. Doz. Mag. Dr. rersocoec. Mag.phil. Andreas Weigl, geboren 1961 in Wien, hat Diplomstudien im Bereich Wirtschaftsinformatik, Geschichte und Wirtschaftsgeschichte absolviert; er ist seit 2008 Gruppenleiter im Wiener Stadt- und Landesarchiv; 2019 wurde ihm der Viktor-Adler-Preis für Geschichte der sozialen Bewegungen zuerkannt. Als Univ. Doz. an der Universität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte hat er seit 2001 die Venia im Fach „Wirtschafts- und Sozialgeschichte“ inne. Neben zahlreichen facheinschlägigen Funktionen ist Andreas Weigl Vorsitzender des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung und Autor zahlreicher Fachbücher.
Eine Engländerin in Wien:
Das Kriegstagebuch von Miss Alice Frith
August 1944 bis April 1945
Eine zweisprachige kritische Ausgabe
Manfred Draudt – Andreas Weigl (Hg./eds)
2017 Studienverlag
Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen durch die Veranstalter oder von ihnen beauftragten Personen zu, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen.

