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"Deutschland, einsame Führungsmacht in der Schuldenkrise“

ÖKV Förderkreis

2012-10-04
 

Am 2. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, hielt Bot. Dr. Christian Prosl vor der österreichisch-deutschen Kulturgesellschaft einen Vortrag zum Thema „Deutschland, einsame Führungsmacht in der Schuldenkrise“. An der Veranstaltung nahmen neben dem deutschen Botschafter Detlev Rünger Vertreter aus Diplomatie und Wirtschaft teil.


Prosl vertrat in seinen Ausführungen die Ansicht, dass Deutschland mit seinem Beharren auf Reformen das Ärgste verhindert habe. Das bereits vor der Euroeinführung bestehende Ungleichgewicht zwischen einzelnen Euro-Staaten habe sich nämlich nicht – wie erwartet und erhofft – durch wirtschaftliche Annäherung verringert, sondern im Gegenteil vielfach eher verschärft. Gegen viel Geld und niedrige Zinsen seien daraufhin lediglich Versprechungen eingetauscht worden. Diese müssen nun – anders als in der Vergangenheit - auch wirklich umgesetzt werden.

Die Krise, die durch großzügige Wahlgeschenke verantwortungsloser Politiker verursacht worden ist, könne aber nicht nur auf dem Rücken der unteren Einkommensschichten überwunden werden. Alle müssten ihren Beitrag dazu leisten. Die Steuereintreibung in den Schuldenstaaten müsse verbessert und im Ausland geparktes Geld zurückgeholt werden. Statt sich vornehmlich um die Geldwertstabilität zu kümmern, mache die EZB notgedrungen Finanzpolitik und übernehme damit Aufgaben der nationalen Administrationen. Eine Bankenunion sei erst nach den erforderlichen Reformen in den verschuldeten Euro-Staaten möglich.

Der Volltext der Rede ist hier abrufbar.

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