Home Menue Home
close
Logo Text Logo Text

Besonderheiten des “vormodernen” politischen Wettbewerbs

ÖKV Förderkreis

2017-11-23
 

Dolezal und DippelreiterIn der vorletzten Veranstaltung der österreichischen Kulturvereinigung vor der Weihnachtspause präsentierten Prof. Dr. Michael Dippelreiter und Univ.-Doz. Martin Dolezal gemeinsam unter dem Titel “Radikale Phrase, Wahlbündnisse und Kontinuitäten” die Ergebnisse ihrer Forschung zu den Landtagswahlkämpfen im Österreich der Zwischenkriegszeit.

Trotz der geringen Dichte relevanten historischen Datenmaterials in Parteizentralen und Landesarchiven und der deshalb eher schwierigen Recherchearbeit enthält die Publikation der Resultate äußerst interessante und oft auch unerwartete Schlüsse über die Besonderheiten des “vormodernen” politischen Wettbewerbs in der föderalistischen Ersten Republik. So gab es beispielsweise unter den etwa 50 Tageszeitungen kaum ein Blatt, das nicht wenigstens indirekt von einer politischen Partei kontrolliert wurde, während das Radio ein gänzlich apolitisches Medium war. Auch aggressive Negativkampagnen sind keineswegs ein Novum der heutigen Zeit, sondern waren — wenn auch nicht gegen bestimmte Personen gerichtet — ein gängiges Mittel in den Landtagswahlkämpfen zwischen 1919 und 1932.

Zum Abschluss ihres Vortrags zeigten Prof. Dippelreiter und Univ.-Doz. Dolezal noch zahlreiche Bilder von Wahlkampfplakaten und beantworteten Fragen der Zuhörer. Wie immer fand der Abend einen gemütlichen Abschluss bei einem Glas Wein.

Text: Tobias Salfellner, Bilder: Maria Dippelreiter

Cover Landtagswahlkämpfe in Österreichs Bundesländern 1919 bis 1932Landtagswahlkämpfe in Österreichs Bundesländern 1919 bis 1932. Radikale Phrase, Wahlbündnisse und Kontinuitäten” ist im Boehlau Verlag erschienen und unter anderem online käuflich zu erwerben. [Link: http://www.boehlau-verlag.com/978-3-205-20498-5.html]

blogyoutoube