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Appell zur Rückbesinnung auf die Wurzeln der Demokratie

ÖKV Förderkreis

2018-11-21
 

Am 20. November stellte der Historiker und Universitätsprofessor für Österreichische Geschichte i.R. Wolfgang Häusler sein 2017 erschienenes Buch „Ideen können nicht erschossen werden“ vor.

Das Werk, das im Titel den Ausspruch des Schriftstellers und Revolutionärs Hermann Jellinek vor dessen Hinrichtung trägt, beschäftigt sich nicht nur mit den Vorkommnissen im Österreich nach 1789 sondern auch mit all dem, was von der bürgerlich-demokratischen und der sozialen Revolution bis heute geblieben ist. Aufgrund des beeindruckenden historischen Wissens seines Autors wird schnell klar: Dies ist mehr, als man vielleicht meint.

Wolfgang Häusler bei der ÖKVDer Vortrag begann mit der „Leitfigur“ der Epoche, Napoleon Bonaparte, und den als 'Jakobiner' bezeichneten ersten Demokraten Österreichs, von denen viele im Kerker oder am Galgen ihr Ende fanden. Ausführlich wurden die Jahre 1948/49 behandelt, insbesondere die Bezwingung der Hauptstädte der Habsburgermonarchie, im Zuge derer es in Venedig zum weltweit ersten Luftangriff kam. Nahezu in Vergessenheit geratene Revolutionäre wie etwa Andreas von Stifft und Ernst von Violand wurden den Zuhörern ins Gedächtnis gerufen ebenso wie die „Österreichische Revolution“ (Otto Bauer) als Folge der Katastrophe des ersten Weltkriegs, verwirklicht im Roten Wien.

Prof. Häusler schloss seinen Vortrag mit einem Appell zur Rückbesinnung auf die Wurzeln der Demokratie, da diese nur allzu leicht in Vergessenheit geraten können. Der Abend endete nach einer ausführlichen Fragerunde wie gewohnt bei bilateralen Gesprächen und mit einem Glas Wein.

Text: Tobias Salfellner
Bilder: M. Dippelreiter

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