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Geschichte des Münchner Satire-Magazins “Simplicissimus”

2017-03-07
 

Am 6.3.2017 sprach der Kulturjournalist und Autor Prof. Dr. Hans Haider im Saal der Kulturvereinigung über die Geschichte des Münchner Satire-Magazins “Simplicissimus” und den Südtiroler Karikaturisten Eduard Thöny.

Prof. Haider beschrieb die Entwicklung des “Simplicissimus” von einem sozialdemokratischen und vor allem pazifistischen Magazin der deutschen Linken, welches nach 1918 die Rückkehr zur ursprünglichen Blattlinie nicht mehr vollziehen konnte und fortan für die Revision des “Schandfriedens” agitierte. Schließlich wurde der „Simplicissimus“ zu einem nationalsozialistischen Medium, dessen Mitarbeiter an der besonders raschen Gleichschaltung ihres Blattes wohl nicht gänzlich unbeteiligt waren. In zahlreichen Karikaturen zeigte Prof. Haider das Engagement des Magazins gegen die österreichischen und italienischen Faschisten, für eine Vereinigung Tirols mit Bayern ebenso wie den Anschluss Österreichs an Deutschland.

Der Abend klang in lockerer Atmosphäre bei einem Glas Wein aus. Von Mitte Mai bis Anfang September widmet das Karikaturmuseum Krems Eduard Thöny eine von Prof. Haider und Gustav Peichl gestaltete Ausstellung.

Text: Tobias Salfellner
Bilder: Maria Dippelreiter

 

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