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„Zur Wahrheitsfindung in der Medizin – von Insulin zu Covid-19“

ÖKV Förderkreis

2021-06-11
 

Vortrag von Univ. Prof. Primarius em. Dr. Karl Irsigler

EingangskontrolleUnter strengsten Corona-Auflagen und entsprechend penibler Einlasskontrolle („g-g-g“) fand am 7. Juni der lang erwartete Vortrag von Prof. Dr. Irsigler im eigens dafür angemieteten Haus der Ingenieure statt. Immerhin konnten dadurch 70 Personen in den Genuss des Vortrages gelangen.

Prof. Irsigler, freundlicherweise vorgestellt und moderiert von Univ. Prof Dr. Kramer, näherte sich dem Thema zunächst historisch und würdigte die exemplarischen Leistungen der Wissens – und Wahrheitsfindung in der Medizin durch Vorstellung von drei großen Ärzten: Prof. Carl von Noorden (von Stadtradt Julius Tandler wieder nach Wien zur Leitung der Stoffwechselabteilung Lainz zurückgeholt), Prof. Ernst Lauda, Vorstand der 1.Med.Klinik in Wien, sowie Prof. Christian Klimt (UGDP-Studie) in Baltimore. Jeder der drei Genannten verfolgte unterschiedliche Ansätze in der Wissens- und Wahrheitsfindung. Die Entdeckung des Insulins vor genau 100 Jahren war entscheidend für die lebensrettende Behandlung von Typ 1 Diabetes. Interessant war der Hinweis auf die Akzeptanz dieses neuen Medikamentes ohne langfristige Studien, nachdem es seine Wirksamkeit an nur wenigen Fällen erwiesen hatte.

Univ. Prof. Primarius em. Dr. Karl IrsiglerBezüglich der gegenwärtigen Covid-Pandemie kritisierte Prof. Irsigler die quasi allmächtige Position der Virologen und Epidemiologen in der Gesundheitspolitik. Diese konzentrierte sich auf den Schutz der Bevölkerung vor Infektionen mit Covid-19 durch Quarantäne (Einsperren ohne Behandlung!), soziale Absonderung und Masken, was zu einer totalen Unterbelichtung der Heilungsmöglichkeiten für Covid-Erkrankte (vor allem im Anfangsstadium!) führte und damit zu tausenden Toten, zumal nur in Spitalbehandlung gekommene dann schon schwer erkrankte Fälle (Intensivstationen!!) – oft zu spät – behandelt wurden und nicht mehr zu retten waren.

Prof. Irsigler, der Jahrzehnte lang als Primarius an der Stoffwechsel-Abteilung in Wien Lainz wirkte und mit über 80 Jahren im März 2020 selbst schwer an Covid erkrankt war, berichtet, wie entscheidend die Behandlung spätestens nach Ende der ersten symptomfreien Tage ist. Es gibt wirksame Möglichkeiten zur Prophylaxe und zum Einsatz von Medikamenten in der ersten Phase der Erkrankung. Irsigler berichtete über die Evaluierung wirksamer Medikamente durch die Gruppe um Prof. Marik (Norfolk University, USA). Diese Medikamente, wie Ivermectin oder Hydroxychlorochin sind wirksam, wurden aber aufgrund von unqualifizierten Fake News von der amerikanischen Behörde FDA und auch von der europäischen EMA quasi abregistriert. Für die Gründe sind mehrere Spekulationen möglich.

Für Österreich meint Irsigler, dass die durch Testung als infiziert Erkannten behandelt werden sollten, damit werden schwere Verläufe und auch viele Todesfälle verhindert. So großartig die wissenschaftliche Leistung der Entwicklung der Impfstoffe ist, die Pandemie ist noch nicht vorbei.
Der Vortrag von Prof. Irsigler regte viele Teilnehmer zum Nachdenken an. Vielleicht könnten sich auch zuständige Politiker damit befassen?

Text: C. Prosl
Bilder: M. Dippelreiter

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