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Höchst aktueller Vortrag von Wendelin Ettmayer

ÖKV Förderkreis

2022-03-03
 

Am 28. Februar fand vor vollem Haus mit über rund 50 Teilnehmer*innen, im Veranstaltungssaal der österreichischen Kulturvereinigung der Vortag von Dr. Wendelin Ettmayer "Was bringt die Allianz der Demokratien?" statt, in dem er nicht nur seine Gedanken zu Staatsformen und deren Politik darlegte, sondern – topaktuell – seine Überlegungen zu Ursprüngen und Zusammenhängen des Ukraine-Konflikts mit uns teilte. Eine sehr rege Diskussion folgte.

Wendelin Ettmayer

Bereits zu Beginn seiner Ausführungen stellte Ettmayer fest, dass man nicht einfach nur von Demokratien gegen Autokratien sprechen sollte, sondern von Ländern, die ihren Fokus auf die Wohlfahrt der eigenen Bürger*innen legen und Ländern, die vor allem Machtpolitik betreiben. Es folgten systemisch orientierte Anmerkungen und Vergleiche zu den USA und der Russischen Föderation, wie auch zu Fragen des Völkerrechts und der Menschenrechte. Bezogen auf die Ukraine und deren Invasion meinte Ettmayer, dass Demokratien Krieg als Scheitern der Politik verstehen und Autokratien oder Diktaturen diesen als Option zur Durchsetzung ihrer Ambitionen sehen.

Allerdings sprach er auch von einem "Neuen Kalten Krieg", der im Vergleich zum "Alten" nicht mehr vornehmlich die Eindämmung der UdSSR zum Ziel hätte, sondern eigentlich eine Etablierung der USA als vorherrschend in Europa und Asien. Demgegenüber nahm der jedoch die USA mehrfach kritisch in die Pflicht, wobei er auf weltpolitische Geschehnisse der Vergangenheit verwies.

Der ÖeKV Vortragssaal wieder gut besetzt   Christian Prosl - der scheidende Präsident
Die zahlreich erschienenen Gäste lauschten ebenso gespannt wie der scheidende Präsident Christian Prosl

Der Vielfalt an Aussagen folgte ein oft emotionaler Austausch mit dem Publikum, dass sich v.a. auf Warnungen und Bewertungen des rechtswidrigen Vorgehens Russlands bezog. Dr. Wendelin Ettmayer schloss mit den mahnenden Worten, dass die Politik des Westens gescheitert sei. Einem der Schlusssätze des Vortrages konnten jedoch alle zustimmen: "Die Ukrainer*innen wollen einfach nur die Freiheit und den Frieden wie wir sie haben."

 

 

 

 

 

 

 

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